Gemeinde Burgrieden

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Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 18. Mai 2026

Kindergartenbedarfsplanung verabschiedet
Auch im kommenden Kindergartenjahr 2026/2027 kann jedem angemeldeten Kind ein Betreuungsplatz garantiert werden. Der Gemeinderat nahm die aktuelle Bedarfsplanung in der dies erarbeitet wurde, zur Kenntnis. Im Bereich der über Dreijährigen gingen für das kommende Jahr 34 Anmeldungen ein. Während in den meisten Einrichtungen alle Wünsche direkt erfüllt werden können, stößt lediglich die Villa Regenbogen an ihre Kapazitätsgrenzen. Dort können nicht alle Kinder, die den Kindergarten als Wunscheinrichtung benannt hatten, einen Platz erhalten. Den betroffenen Familien konnte jedoch bereits ein alternativer Platz in einem anderen Kindergarten der Gemeinde zugesichert werden. Insgesamt bleibt die Lage entspannt: Mit rund 26 freien Plätzen zum Start des Kindergartenjahres besteht ein solider Puffer für unterjährige Zuzüge.
Ein positiver Trend zeigt sich auch bei den Kinderkrippen. Dort sind die Anmeldungen von vier auf zehn Kinder gestiegen. Die Gemeinde führt dies auch auf erfolgreiche Werbemaßnahmen und die Flexibilisierung der Modelle zurück – insbesondere das neue Halbtagsangebot in der Villa Sonnenschein stößt auf Interesse. Trotz des Anstiegs stehen auch im U3-Bereich weiterhin ausreichend Kapazitäten zur Verfügung. Bei den Betreuungsformen zeichnet sich insgesamt eine klare Priorität ab: Über 60 Prozent der Eltern wünschen sich „Verlängerte Öffnungszeiten“, während die Nachfrage nach Ganztagesplätzen deutlich zurückgegangen ist.

Kostensteigerungen machen Erhöhung der Kinderbetreuungsbeiträge notwendig
Die Elternbeiträge für die Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde werden in den kommenden zwei Jahren erhöht. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu und folgt damit den landeseinheitlichen Richtsätzen des Städte- und Gemeindetags sowie der Landeskirchen. Die Empfehlung sieht für das Kita-Jahr 2026/2027 eine Erhöhung um 4,5 Prozent und für das Folgejahr 2027/2028 um weitere 4 Prozent vor. Damit reagieren die Träger auf die aktuellen Tarif- und allgemeinen Kostensteigerungen. Trotz der Anpassung liegt der Kostendeckungsgrad in den örtlichen Kitas weiterhin deutlich unter dem landesweiten Ziel von 20 Prozent. Durch die neuen Tarife rechnet die Gemeinde mit jährlichen Mehrerträgen von rund 10.000 Euro.
Neben der allgemeinen Erhöhung steigt der Zuschlag für die Verlängerten Öffnungszeiten (VÖ) ab dem Kita-Jahr 2026/2027 planmäßig auf die vom Land empfohlenen 25 Prozent gegenüber der Regelbetreuung, um den dortigen Personalmehrbedarf auszugleichen. Der Aufschlag für die Ganztagesbetreuung bleibt unverändert bei 45 Prozent. Die Beiträge sind weiterhin nach der Anzahl der minderjährigen Kinder im Haushalt sozial gestaffelt und wurden mit dem katholischen Verwaltungszentrum Biberach abgestimmt, um eine einheitliche Struktur in der Gesamtgemeinde zu sichern. Einen positiven Ausblick gibt es für die Zukunft: Das vom Land geplante beitragsfreie letzte Kindergartenjahr soll Familien künftig für ein Jahr komplett entlasten. Die Umsetzung steht allerdings noch aus.

Gemeinde übernimmt Ausfallbürgschaft für Tennisabteilung des SV Burgrieden
Die Tennisabteilung des SV Burgrieden plant eine umfangreiche Sanierung des Tennisheims und muss hierfür einen Kredit aufnehmen. Vom Verein wurde die Übernahme einer Bürgschaft in Höhe von 60.000 Euro durch die Gemeinde beantragt, um günstigere Kreditkonditionen zu erhalten. Der Gemeinderat stimmte diesem Antrag zu. Die Übernahme der Bürgschaft muss zunächst noch von der Rechtsaufsichtsbehörde im Landratsamt geprüft und genehmigt werden.

Feuerwehrkostenersatz-Satzung geändert
Aufgrund der künftigen interkommunalen Zusammenarbeit in der Überlandhilfe zwischen den Feuerwehren Burgrieden und Achstetten stimmte der Gemeinderat einer Anpassung der Feuerwehrkostenersatz-Satzung zu.

Arbeiten für Einbau von Feinbelag im Baugebiet Ulmer Kreuz II, 4. Bauabschnitt vergeben
Der Gemeinderat stimmte der Vergabe für den Einbau des Feinbelags im Baugebiet Ulmer Kreuz II, 4. Bauabschnitt in Rot (Fuchsäcker, Bussenblick) zu. Den Auftrag erhält die Wegebaugerätegemeinschaft Albrand. Die Kosten belaufen sich auf ca. 60.000 Euro. Der genaue Umsetzungstermin steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig im Gemeindeblatt mitgeteilt.

Sanierungsarbeiten für ehemaliges Schulhaus in Bühl vergeben
Die Arbeiten für die Trockenlegung und Sanierung des Fundaments des ehemaligen Schulhauses in Bühl vergab der Gemeinderat an die Firma Betonik aus Ummendorf zum Angebotspreis von ca. 45.000 Euro. Die Kostenschätzung lag bei ca. 52.000 Euro. Die Arbeiten werden voraussichtlich im August durchgeführt.

Bausachen
Der Gemeinderat stimmte der Bausache „Errichtung eines Zweifamilienhauses nach Abbruch des Stallgebäudes und der Remise“ im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren in der Herdgasse 11/2 in Burgrieden zu.

Verschiedenes
Bürgermeister Högerle informierte über ein seit mehreren Wochen auf dem Dorfplatz in Burgrieden abgestelltes Fahrzeug, bei dem zwischenzeitlich der TÜV abgelaufen ist. Dieses gehöre einer insolventen Autovermietung. Die Gemeinde konnte den Insolvenzverwalter ausfindig machen und hat diesen zur Beseitigung des Fahrzeugs aufgefordert.

Alle Informationen zur Gemeinderatssitzung finden sich auch im Bürgerinformationssystem der Gemeinde unter https://sessionnet.owl-it.de/burgrieden/bi oder auf der Homepage der Gemeinde unter www.burgrieden.de/gr.

Frank Högerle, Bürgermeister