Gemeinde Burgrieden

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Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 23. März 2026

Sanierung von Feuchtigkeitsschäden am Sockel des Schulsaals Bühl
Im Schulsaal in Bühl treten an der zum Friedhofweg gelegenen Wand bereits seit längerer Zeit wiederholt Feuchtigkeitsschäden in Form von abplatzendem Putz und Farbanstrichen auf. Da die bisherigen punktuellen Ausbesserungen keine dauerhafte Abhilfe schafften, beauftragte die Verwaltung im Dezember 2024 eine umfassende Ursachenanalyse die Erarbeitung eines Sanierungskonzepts. Zur Ermittlung der Schadensursache wurden in diesem Zusammenhang verschiedene Maßnahmen durchgeführt, darunter eine Kanalinspektion, eine professionelle Leckageortung sowie gezielte Sichtöffnungen im Sockelbereich des Gebäudes. Ursache der Schäden ist eine unzureichende Abdichtung des Gebäudesockels, durch den Feuchtigkeit eindringt. Der Gemeinderat stimmte zu, dass diese Abdichtung jetzt umfangreich verbessert und auf den Stand der Technik gebracht wird. Die Kosten belaufen sich auf ca. 60.000 Euro und sollen im Lauf des Jahres umgesetzt werden.

Erster Sachstandsbericht „Zukunftskommune Burgrieden“
Der Gemeinderat hatte 2025 beschlossen, dass sich die Gemeinde am Modell „Zukunftskommune“ als Instrument für die Organisation des kommunalen Klimaschutzes beteiligt. In den Themenbereichen Strom, Wärme, Energieeffizienz, nachhaltig Bauen, Mobilität, Klimawandelanpassung und Kommunikation wird hierbei unter Begleitung der Energieagentur Oberschwaben die Gemeindeverwaltung untersucht um abgeleitet aus dieser Analyse Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Ziel ist es, bis 2040 eine klimaneutrale Gemeindeverwaltung zu erreichen. Iris Ege, Leiterin der Geschäftsstelle Biberach der Energieagentur Oberschwaben, stellte im Gemeinderat jetzt einen ersten Zwischenbericht vor. Positiv wurde beurteilt, dass die Gemeinde ab 2026 für alle Liegenschaften Ökostrom bezieht und erste energetische Sanierungen von Gebäuden begonnen wurden. Verbesserungspotenzial besteht z.B. bei der Wärmeversorgung der kommunalen Gebäude, die bisher weitgehend auf fossilen Energieträgern basiert, bei der Photovoltaiknutzung auf kommunalen Gebäuden, die ausgebaut werden soll, sowie der Einführung eines systematischen Energiemanagements. Konkrete Maßnahmen hierzu werden nach und nach angegangen. Im Gemeinderat und der Öffentlichkeit wird zudem regelmäßig über den Fortschritt informiert.

Neues Förderkonzept für Kindertagespflege beschlossen
Die Gemeinde vereinfacht die Unterstützung für Tageseltern grundlegend. Rückwirkend zum 1. Januar 2026 ersetzt ein Pauschalsystem das bisher komplizierte und aufwändige System der Bezuschussung der Sozialversicherungsbeiträge von Kindertagespflegepersonen. Statt bürokratischem Aufwand bei der Beantragung von Versicherungsanteilen erhalten Tagespflegepersonen künftig monatliche Pauschalen pro betreutem Kind (U3) aus Burgrieden. Die Sätze orientieren sich an der Nachbarkommune Laupheim, um eine einheitliche regionale Struktur zu schaffen: 5 bis unter 15 Std./Woche: 60 €, 15 bis unter 30 Std./Woche: 80 €, ab 30 Std./Woche: 100 € pro Kind. Der Gemeinderat stimmte diesem Modell zu. Für die Tageseltern und die Gemeinde sinkt der Verwaltungsaufwand deutlich, da die Abstimmung mit anderen Gemeinden und dem Landratsamt entfällt. Die Gemeinde stellt zudem eine wichtige Bedingung: Die Förderung wird nur gewährt, wenn die Tageseltern kein zusätzliches Entgelt von den Eltern erheben. Trotz der Umstellung bleiben die jährlichen Kosten für die Gemeinde mit ca. 15.000 bis 20.000 Euro stabil.

Haushaltsplan 2026 einstimmig verabschiedet
Der Gemeinderat stimmte dem Haushaltsplan 2026 unverändert gegenüber der Haushaltseinbringung vom 23.02. einstimmig zu und legte damit den Grundstein für die finanzielle Entwicklung der Gemeinde in diesem Jahr und die geplanten Investitionen. Auf den ausführlichen Bericht zur Einbringung des Haushalts im Gemeindeblatt Nr. 9/26 (Bericht zur Gemeinderatssitzung am 23.02.2026) wird verwiesen.

Bausachen
Der Gemeinderat stimmte der Verlängerung einer Bauvoranfrage zur Errichtung zweier Doppelhaushälften mit Carport und einem Wohnhaus mit Doppelgarage in der Orsenhauser Straße 7/2, 7/3 u. 7/4 in Rot zu.

Verschiedenes
Ein lange unerkannter Schaden an einem Waschbecken in der Kindertoilette hatte zu einem Wasserschaden im Kindergarten Villa Regenbogen geführt. Derzeit laufen aufwändige Trocknungs- und anschließende Sanierungsarbeiten. In dieser Zeit können die Toiletten nicht genutzt werden, weshalb derzeit ein WC-Container vor dem Kindergarten platziert ist. Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte April abgeschlossen sein. Bis auf ca. 3.000 Euro wird der Schaden von der Gebäudeversicherung getragen.
Da die Planungen zur Sanierung der Ortsdurchfahrt Rot länger dauern als zunächst angenommen, verschiebt sich die Maßnahme auf 2027. In der Gemeinderatssitzung im April oder Mai wird hierüber ausführlich informiert.
Die auf öffentlicher Fläche aufgestellten Altkleidercontainer werden künftig wieder häufiger geleert. Der Landkreis, der hierfür zuständig ist, hat mit den beauftragten Unternehmen eine Regelung gefunden, dass der Leerungsrhythmus verkürzt wird. Die Problematik der überfüllten Altkleidercontainer war zuletzt auch in der Bürgerfragestunde im Gemeinderat thematisiert worden.
Zur Konkretisierung des Sanierungsaufwands der Herdgasse wird die Verwaltung ein Ingenieurbüro mit einer Untersuchung des Fahrbahnaufbaus und der bestehenden Schäden beauftragen. Der Gemeinderat wird dann im Lauf des Jahres das weitere Vorgehen festlegen.

Alle Informationen zur Gemeinderatssitzung finden sich auch im Bürgerinformationssystem der Gemeinde unter https://sessionnet.owl-it.de/burgrieden/bi oder auf der Homepage der Gemeinde unter www.burgrieden.de/gr

Frank Högerle, Bürgermeister